FR 30.08. / SA 31. +
SO
01.09.2013
Die Festaktivitäten finden am Dorfweg
und im
Bereich des alten Schulhaus / Werkhof statt.
Zum Namen “HUUDERE“ und wie der erste Fahrende nach Holderbank kam
Der Erzählung nach war es ein in den französischen Kriegsdienst
entsandter Söldner namens Bader, der Jahre später wieder nach Holderbank
zurückkehrte und vielleicht der erste «Huudere» zwischen Roggen und Wandflueh
war. Weil ihn der Krieg geprägt hatte und er sich nicht mehr in das soziale
Netz einflechten konnte, blieb er arbeitslos und allein. Dann soll er sich eine
Frau gesucht haben, mit der er 10 Kinder zeugte. Sesshaft wurde die Familie
jedoch nicht, mit Wagen, wie sie die Fahrenden (abwertend als Zigeuner bezeichnet)
haben, reisten sie umher, verfolgt von den schiefen Blicken der anderen
Menschen und vielen Märchen, Mythen und Spässen. Den «Huudere» wird historisch
auch eine enge Verknüpfung mit den Jenen zugeschrieben, welche eine wandernde
Gruppe ungeklärter Herkunft sind. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Holderbank
auf Grund des «Gesetzes zur Bekämpfung von Heimatlosigkeit» jenische Familien
eingebürgert. Die Hauptgruppen der Fahrenden in Europa sind die Sinti und die
Roma. Die Jenen wurde oft auch als «weisse Zigeuner» bezeichnet, da sie im
Vergleich zu den Roma eine hellere Hautfarbe haben. Nach Schätzungen leben in
der Schweiz zirka 35000 Jenische, 30000 Roma und 5000 Sinti. Davon leben aber
nur etwa 5000 tatsächlich als Fahrende. (FUP)